Johannes Gutenberg-Universität Mainz

ut omnes unum sint

Projekt: Alter Bergbau bei Imsbach am Donnersberg

Bei Imsbach befinden sich Kupfer– und Eisenerzvorkommen, die bereits in vor– und frühgeschichtlichen Zeiten genutzt wurden. Im Zuge unserer Forschungen konnte der Abbau von Kupfer im 3./4. Jh. wahrscheinlich gemacht werden; die bereits bekannte römische Eisengewinnung begann im 1. Jh. n. Chr. und dauerte mindestens bis ins 3. Jh. Ein besonderes Augenmerk gilt dem vorrömischen Erzabbau: Die Nähe des Oppidums auf dem Donnersberg legt solchen für die Spätlatènezeit nahe; Beweise fehlen indes bis heute. Der Hämatit des Eisenerzgangs könnte sogar schon früher, bis zurück ins Neolithikum, als Rötel gewonnen worden sein. Diesen vorgeschichtlichen Phasen gilt besonderes Augenmerk.

Die Arbeiten finden in enger Zusammenarbeit mit der Archäologischen Denkmalpflege (GDKE) in Speyer, dem Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz sowie dem Pfälzischen Bergbaumuseum in Imsbach statt.

 

Publikationen:

P. Haupt, Montanarchäologische Forschungen zum Alten Bergbau am Donnersberg. Teil 1: Methoden. Mitt. d. Histor. Vereins d. Pfalz (im Druck).

P. Haupt, Imsbach vor 150 Jahren: Lebensbilder aus einem Bauern- und Bergmannsdorf an der Schwelle zum Industriezeitalter. Nordpfälzer Geschbl. 90/1, 2010, 6-12.

P. Haupt, Imsbach: Bergbau seit der Römerzeit. In: Archäologie zwischen Donnersberg und Worms – Ausflüge in ein altes Kulturland (Regensburg 2008) 122 f.

Bild:

Mittelalterliche bis neuzeitliche Stollen und Tagebau im Bereich der Weißen Grube (2011)

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