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Ein aktuelles Symposium zu Fragen der Katastrophenvorsorge
13./14. Oktober 2004
Deutsches Komitee für Katastrophenvorsorge (DKKV)
Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF)
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 

5. Forum und Gefahrentag am 13. und 14. Oktober 2004 beim ZDF in Mainz

Das Deutsche Komitee für Katastrophenvorsorge (DKKV) ist die nationale Plattform zur Katastrophenvorsorge in Deutschland. Im DKKV arbeiten alle wichtigen Akteure der Katastrophenvorsorge zusammen in der Verbindung von Wissenschaft und Praxis, der Verbindung nationaler und internationaler Aspekte und Initiativen sowie der Verknüpfung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Strukturen. Ziel des DKKV ist es, die Gesellschaft zu bestärken, sich mit dem Risiko technischer und natürlicher Katastrophen auseinander zu setzen, um menschliche, soziale und ökonomische Verluste zu minimieren. In dieser Zielsetzung sieht sich das DKKV als nationaler Bestandteil der International Strategy for Disaster Reduction (ISDR) der Vereinten Nationen.

Der Gefahrentag ist die jährliche Plattform für die fachpolitische und öffentlichkeitswirksame Positionierung des Themas der Katastrophenvorsorge in Deutschland, das Forum dient der wissenschaftlichen Aussprache zum Thema.
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Gefahrentag 2004 am 13. Oktober 2004

Anmeldung ab 9.00 Uhr


Eröffnung in der Meistermannhalle    10.00 Uhr


Begrüßung    10.30 Uhr
    
        Film: "Trend Naturkatastrophen"

   Nikolaus Brender, Chefredakteur ZDF
   Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende DKKV

Auf der Suche nach dem Risiko   10.45 Uhr

Naturkatastrophen auch in Deutschland?

Schülerfirmen im Disput mit Experten

Sturmfluten
axxi.de (Delmenhorst)
    Partnerinstitution: Feuerwehr Hamburg
    Experte: Dr. Michael Schirmer (Univ. Bremen)

Erdbeben und –bewegungen
chamäleon (Bretten)
   Partnerinstitution: CEDIM (Karlsruhe),
   Experte: Prof. Dr. Lothar Stempniewski (Univ. Karlsruhe)

Hochwasser
ARTemis (Erfurt)
   Partnerinstitution: Landesamt für Umweltschutz, Wasserwirtschaft u. Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz
   Experte: Prof. Dr. Jürgen Köngeter, RWTH Aachen
(Aus dem Saal: Anmerkungen, Fragen, Statements)

„Katastrophenabwehr” beim Mittagessen    12.30 Uhr

parallel: Journalistenworkshop
„10 Jahre nach dem Erdbeben – Weltkonferenz in Kobe“

Impulse aus der Wissenschaft    14.45 Uhr

Impulsreferate:
Boten am Himmel: Welche Fakten Satelliten liefern
   Dr. Susanne Mecklenburg, Team Leader Earth, Observatorium British National Space Centre

Was wären wenn: Naturrisiken ernst genommen
   Prof. Dr. Dr. h.c. Rolf Emmermann, wiss. Vorstand GeoForschungsZentrum Potsdam

Was ist die Antwort: Vorsorge oder Nachsorge?
   Prof. Dr. Udo E. Simonis, Wissenschaftszentrum Berlin


Globaler Wandel – Lokale Strategien?    15.15 Uhr

Wie wir uns auf Katastrophen einstellen können


    Film: „Klimakatastrophe – Hollywood und Wirklichkeit“

Gesprächsrunde mit ...
   - Fritz Rudolf Körper, Parl. Staatssekretär Bundesinnenministerium
   - Margit Conrad, Umweltministerin Rheinland-Pfalz
   - Dr. Reinhard Loske, Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
   - Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende DKKV
   - Dr. Gerhard Berz, Münchener Rück
   - Dr. Volkmar Schön, DRK, Bundesleiter der Bereitschaften

Moderation: Alfred Thorwarth, Volker Angres
(Aus dem Saal: Anmerkungen, Fragen, Statements)

Zusammenfassung     16.30 Uhr
   Dr. Irmgard Schwaetzer
, Volker Angres

Anschließend Sektempfang auf Einladung der TÜV Rheinland Group


DKKV-Forum 2004 am 14. Oktober 2004

in Zusammenarbeit mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Naturgefahren im Fokus der Wissenschaft – Strategien der Sensibilisierung und räumlichen Vorsorge

Wissenschaftliche Leitung (in alphabetischer Reihenfolge):
Herr Prof. Dr. Achim Bachem, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bonn
Herr Dr. Gerhard Berz, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Herr Prof. Dr. Volker Heidt, Universität Mainz
Herr Prof. Dr. Helmut Karl, Ruhr-Universität, Bochum,
Herr Prof. Dr.-Ing. Jürgen Köngeter, RWTH, Institut f. Wasserbau und Wasserwirtschaft
Herr Prof. Dr. Detlef Müller-Mahn, Universität Bayreuth
Herr Dr.-Ing. Karl-Heinz Rother, Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz
Herr Prof. Dr. Friedemann Wenzel, Universität Karlsruhe
Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Zimmermann, Akademie für Raumforschung und Landesplanung, Hannover
Herr Prof. Dr. Jochen Zschau, GeoForschungsZentrum Potsdam

Die vergangenen Jahre haben in aller Deutlichkeit vor Augen geführt, wie groß heute weltweit das Ausmaß katastrophaler Naturereignisse geworden ist. Tatsächlich kann es keinen Zweifel daran geben, dass Häufigkeit und Schwere von Naturkatastrophen erheblich zugenommen haben. Allerdings sind die Hintergründe dieser Entwicklung differenziert zu sehen: Einerseits führt die Konzentration von Bevölkerung und volkswirtschaftlichen Werten in expandierenden Ballungsräumen zu einem Anwachsen von Schadenspotenzialen, andererseits beeinflusst der Mensch in seinem Handeln die natürliche Umwelt so global und nachhaltig, dass daraus signifikante Risikoverschärfungen zu erwarten sind.
Politik, Wirtschaft und Wissenschaft befinden sich heute mehr den je in der Verantwortung, dem wachsenden Risiko auch zukunftweisende Handlungsstrategien entgegenzusetzen. Im Zentrum stehen dabei Fragen der Risikowahrnehmung und -sensibilisierung von Katastrophenmanagement und -vorsorge sowie Schadensbegrenzung durch vorsorgende Raumplanung.

Begrüßung    9.15 Uhr

Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende DKKV
Prof. Dr. Volker Hentschel, Vizepräsident Universität Mainz

Zur Sache      9.30 Uhr

Katastrophenforschung – Forschungskatastrophe
   Janosch Bogardi United Nations University, Environment and Human Security, Bonn

Visualisierung von Naturgefahren      10.00 Uhr
   Koordination: Wolfgang Steinborn
   Moderation: Volker Heidt, Universität Mainz
                     Stefan Voigt, DLR Oberpfaffenhofen
Die Visualisierung von Naturgefahren ist ein wichtiger Baustein in der Vermittlung von Problembewusstsein zur Katastrophenvorsorge. Dies wiederum ist die Voraussetzung dafür, sich mit Vorsorgestrategien auseinander zu setzen. Die Optimierung von Fernerkundungs-, Modellierungs- und Simulationstechniken stellt heute eines der modernsten und breitesten Forschungsfelder dar. Welchen Beitrag zur Katastrophenvorsorge vermögen sie zu leisten?

Hochwassermarken – Wohl und Wehe           10.05 Uhr

   Uwe Grünewald / TU Cottbus

Wasser, Feuer, Hitze, Sturm – die europäische Warnkarte   10.25 Uhr
   Jörg Asmus & Wolfgang Benesch / DWD Offenbach

Wenn der Hang rutscht – Radar als Fühler     10.45 Uhr
   Volkmar Mair, Amt für Geologie und Baustoffprüfung der Autonomen Provinz Bozen
   Johannes Zilger, Teledata GeoConsult GmbH Bozen

Katastrophenvermeidung mit Bildern - Partizipatives Projekt am Rio San Pedro/Bolivien    11.05 Uhr
   Liu Kohler, GTZ Eschborn

Die Küste im Blick von oben – Gerüstet für Katastrophen auf See    11.25 Uhr
   Olaf Trieschmann, Bundesanstalt für Gewässerkunde Koblenz
   Dirk Reichenbach, Havariekommando Cuxhaven

Mittagspause    11.45 Uhr


Versicherung/Industrie     13.00 Uhr

   Moderation: Dr. G. Berz, Münchener Rück
                     F. Schüssler, BASF
Sind unsere Industrieunternehmungen auf die potentiellen Konsequenzen von Naturgefahren genügend vorbereitet? Was kann die Versicherungswirtschaft zur Absicherung, aber auch zur Bewusstseinsbildung beitragen? Welche Vorsorgestrategien sollten daneben bzw. zusätzlich verfolgt werden? Wie ausgeprägt ist das Problembewusstsein und welches sind die Lösungsansätze von Industrie- und Versicherungsunternehmen? Auf welchem Stand befindet sich der wissenschaftliche Diskurs zu diesen Problemstellungen?

Hochwasservorsorge bei Unternehmen – Befragungsergebnisse nach der Flut 2002     13.05 Uhr
   Kreibisch, Müller, Thieken & Merz, GeoForschungsZentrum Potsdam

Gefährdungszonierung und Schadenspotentiale bei Überschwemmungen     13.25 Uhr
   Wolfgang Kron, Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

Seismische Vulnerabilität von bestehenden Bauwerken     13.45 Uhr
   Butenweg & Meskouris, RWTH Aachen
   Sadegh-Azar, Hochtief Construction AG Frankfurt

Hochwasserschutz eines Chemiestandortes am Beispiel der BASF Ludwigshafen     14.05 Uhr
   Giselher Beinbrech, BASF AG Ludwigshafen

Externes Risiko Flugzeugabsturz    14.25 Uhr
   Helmut Spangenberger, TÜV Pfalz Anlagen Kaiserslautern

Versicherungspflicht gegen Elementarschäden – Ein Lehrstück für Probleme der ökonomischen Politikberatung    14.45 Uhr
   Reimund Schwarze, DIW Berlin
   Gert G. Wagner, TU Berlin

Kaffeepause     15.00 Uhr


Raum- und Landesplanung     15.30 Uhr

   Moderation: Prof. Karl, Universität Bochum
                     Prof. Pohl, Universität Bonn
Die meisten zur Katastrophenvorsorge geeigneten Strategien sind flächenwirksam und das mit langfristiger Bindung. Die Raum- und Landesplanung hat heute erkannt, dass sie bei der Ausgestaltung von Strategiekonzepten und deren Umsetzung eine besondere Verantwortung trägt. Sind die bestehenden Instrumente der Raum- und Landesplanung dazu geeignet, diese Aufgabe wahrzunehmen? Welchen Erkenntnisgewinn hat die Auseinandersetzung mit diesem Thema in der Vergangenheit (z.B. im Rahmen des INTERREG IIC-Programmes) gebracht? Für welche Fragestellungen müssen Lösungsansätze gegebenenfalls erst noch entwickelt werden?

Integration von Katastrophenvorsorge in Raumplanungsprozesse der Entwicklungsländer     15.35 Uhr

   Christina Bollin, Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit Eschborn

Leben und Überleben mit dem Risiko an aktiven Vulkanen auf den Philippinen    15.55 Uhr
   Hans-Jochaim Fuchs, Universität Mainz

Naturgefahren im Focus der Wissenschaft     16.15 Uhr
   Dieter Hecht, Fachhochschule Bochum

Indikatoren räumlicher Risiken als Grundlage raumrelevanter Entscheidungen     16.35 Uhr

   Mark Fleischhauer, Universität Dortmund

Rechnerunterstützte Landesplanungen im Katastrophenschutz     16.55 Uhr
   Wolfgang Kaiser, TÜV Industrie Service GmbH Berlin

Worte zum Schluss    17.15 Uhr
    Dr. Irmgard Schwaetzer, Vorsitzende DKKV

Ende der Veranstaltung    17.30 Uhr

Anmeldung:
Eine Anmeldung ist erforderlich. Einladung und Anmeldeformular können unter mahrholdt.j@zdf.de angefordert werden.
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.

Tagungsort:
ZDF-Konferenzzentrum, Mainz-Lerchenberg

Veranstalter:
DKKV, ZDF und Universität Mainz
GeschFhr. Karl-Otto Zentel, DKKV

Tulpenweg 4
D - 53113 Bonn
Tel.: 0228/2434-827
Fax: 0228/2434-836
Email: info@dkkv.org
Internet: http://www.dkkv.org