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Anette Pelizaeus 

Wintersemester 2011/12

Vorlesung Neuzeit: Hexenverfolgung in der lateineuropäischen Hemisphäre 1450-1700

[2-std.] Do 10-12 P 4 Beginn: 27.10.2011

In der Vorlesung wird die Genese der Hexenprozesse als vornehmlich frühneuzeitliches Phänomen beleuchtet. Dabei traf die Verfolgung vornehmlich Frauen, aber auch Männern, konnten als Hexer, Wehrwölfe oder Zauberer in die Mühlen der Jusitz geraten. Die Prozesse, die v.a. im Heiligen Römischen Reich eine hohe Intensität erlebten, entwickelten sich zwischen 1570/80 und 1670/80 in drei Wellen. Aufgrund des Schwerpunktes der Verfolgung werde besonders die Territorien im Heiligen Römischen Reich beleuchtet werden. Darüber hinaus soll aber die Verfolgung zudem in den von der lateinischen Kirche in Europa wie Amerika geprägten Regionen untersucht werden. So werden wir auf Lothringen und die Niederlande, andererseits aber auch auf der Iberische Halbinsel und Schottland sowie auf in Nord- und Südamerika blicken. Fragen nach Entstehung, Gründen, Darstellung in der Kunst, Auswirkungen und Ablauf von Prozesse stehen bei der Vorlesung im Mittelpunkt einer vergleichenden Betrachtung.

Empfohlene Literatur: BEHRINGER, Wolfgang: Hexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung. München 5. Aufl. 2008, ders: Witches and witch-hunts : a global history. London [u.a.], 2004 ; RUMMEL, Walter; VOLTMER, Rita: Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit. Darmstadt 2008; LEVACK, Brian: Hexenjagd. München 3. Aufl. 2003; MONTER, William: Frontiers of heresy: the Spanish Inquisition from the Basque lands to Sicily. Cambrigde 2002; DILLINGER, Johannes Hexenprozess und Staatsbildung. Bielefeld 2008; ders: Hexen und Magie : eine historische Einführung. Frankfurt am Main [u.a.] 2007.

 

 

Sprechstunden

Sprechstunden in der Vorlesungszeit

Mi. 9-10 Uhr

 

Proseminar Neuere Geschichte: Der städtische Raum in der Frühen Neuzeit

Mi 14-16; Physik 136; 16-17, Physik 172. Proseminar, 3 SWS, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 8

Inhalt: Städte waren in der Frühen Neuzeit als Handels- und Verwaltungszentren von herausragender Bedeutung. Sie stellten, gerade in Deutschland, oft kleine Mikrokosmen der Gesellschaft dar. In dem Proseminar wird ein europäisch vergleichender Blick eingenommen. Einmal wird auf die soziale Zusammensetzung der Gesellschaft, die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Beteiligung und Revolten geblickt, andererseits der Fokus auf Gruppen, Frauen wie Männer, Arme wie Reiche in ihrem Alltag gelegt werden.

Empfohlene Literatur: Rosseaux, Ulrich Städte in der Frühen Neuzeit. Darmstadt : WBG, 2006.

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Übung Neuzeit: Hexenverfolgung in regionale Perspektive: Die Erstellung einer Datenbank und digitalen Edition

Inhalt: Trotz des großen Interesse an der Hexenverfolgung in Deutschland in der Frühen Neuzeit gibt es bisher keine umfassende Quellenedition. In der Übung soll sich exemplarisch einem Teilbereich dieses Desiderates zugewandt werden. Dabei wird zunächst, in Zusammenarbeit mit Studierenden der Digital Humanities in Würzburg, die von Studierenden der Universität Mainz 1999-2004 erstellte CD-R ins Netz gestellt werden. Danach ist geplant, anhand einer Auswahl von Dokumenten die Erstellung einer Textdatenbank zu erproben.

Empfohlene Literatur: Hexen und Hexenprozesse in Deutschland. Hg. v. Wolfgang Behringer. 4. Aufl. München 2000; Hexenprozesse in Kurmainz [Elektronische Ressource] : "bestraffung des abscheulichen lasters der zauberey". Hg. v. Ludolf Pelizaeus. Mainz, 2004 Hexen: Mythos und Wirklichkeit. Hg. v. Lars Börner. München 2009; Hexen: Analysen, Quellen, Dokumente. Berlin, Directmedia Publ., 2003/(Digitale Bibliothek;93)

Exkursion: (Hexenverfolgungen)

Voraussetzungen / Organisatorisches: Die Exkursion steht Studierenden der Bestandsstudiengänge und Studierenden im fachwissenschaftlichen Bachelorstudiengang (Kern- und Beifach) offen. Studierende auf B.Ed. sind als Gäste in Abhängigkeit von den Transportkapazitäten ebenso willkommen.

Inhalt: Hexenprozesse waren ein vornehmlich frühneuzeitliches Phänomen, welches gerade auch in der Region Rhein-Main und Trier - Mosel eine große Intensität erlebte. Die Tagesexkursion wird uns daher in eine der beiden Regionen (Fulda / Idstein) am Freitag, den 13.1.2012 führen. Die Vorbesprechung am 23.11. um 17 Uhr im U 00-914 (Keller des Philosophicums, neben dem CIP Pool) ist verpflichtend.

Empfohlene Literatur: BEHRINGER, Wolfgang: Hexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung. München 5. Aufl. 2008; RUMMEL, Walter; VOLTMER, Rita: Hexen und Hexenverfolgung in der Frühen Neuzeit. Darmstadt 2008; LEVACK, Brian: Hexenjagd. München 3. Aufl. 2003; MONTER, William: Frontiers of heresy: the Spanish Inquisition from the Basque lands to Sicily. Cambrigde 2002; DILLINGER, Johannes Hexenprozess und Staatsbildung. Bielefeld 2008; ders: Hexen und Magie : eine historische Einführung. Frankfurt am Main [u.a.] 2007.

 

 

Oberseminar und Examenskolloquium

2-std., Di. 15 s.t.-19 s.t. u.n.V. (alle zwei Wochen), U 00-914 (Keller des Philosophicums, neben dem CIP Pool)

Di, 25. Okt. 2011 Vorbesprechung
Di, 15. Nov. 2011 Probeprüfung Staatsexamen
Di, 29. Nov. 2011 Diskussion von Forschungen und Vorstellung von Examensarbeiten
Di, 13. Dez. 2011 Diskussion von Forschungen und Vorstellung von Examensarbeiten
Di, 10. Jan. 2012 Diskussion von Forschungen und Vorstellung von Examensarbeiten
Di, 24. Jan. 2012 Schreiben wissenschaftlicher Hausarbeiten
Di, 7. Feb. 2012 Diskussion von Forschungen und Vorstellung von Examensarbeiten


In der Veranstaltung werden die BA und Magister/Staatsexamens vorgestellt und diskutiert. Zudem werden Prüfungssituation und Vorbereitung auf Prüfungen behandelt. Einen dritten Schwerpunkt bildet schließlich die Diskussion aktueller Forschungsthemen.

Bitte im Reader Plus einloggen. (für das Eintragen im Reader Plus bitte auf "semesterunabhängige Veranstaltungen" gehen. Dort ist das Kolloquium unter "Pelizaeus" zu finden.

 

Arbeitskreis Hexenprozesse in Kurmainz

2 SWS Zeit und Ort: findet als Übung im WS 2011/12 statt