Alemannisch-deutsches Wörterbuch
's Bescht un Schenscht vum Hegau-Alemannisch
[Frei nach Walter Fröhlich (*)]
- aagmolet
- = geschminkt
- Ä bää
- = I gitt!
- abe
- = herunter, hinunter
- Abee
- = WC
- alefänzig
- = eigenwillig
- all furzlang
- = Deine ständigen Wiederholungen gehen mir auf die
Nerven.
- a mer dure
- = Das geht mir total am Arsch vorbei.
- ammet
- = manchmal
- Badengele
- = Schlüsselblume
- Bänklefurzer
- = Rentner
- Bäpp
- = Klebstoff
- Bappe
- = Vati
- Bettseicher
- = unsympathischer Mensch
- Bibbeleskäs
- = Quark
- Bibsle
- = Pickel
- bigoscht
- = wahrlich, wahrlich, ich sage Euch
- bis driberdusse
- = bis zum geht nicht mehr
- Blos mi am Füdle!
- = Leck mich am Arsch!
- Breckele
- = Brot mit Hilfe einer gefüllten Kaffeetasse in eine unappetittliche
weiche schlabbrige Masse verwandeln
- Breckele lache
- = kotzen
- brieke
- = weinen
- brinzle
- = Wasser lassen
- om one butze
- = jemandem eine herunterhauen
- Däätschmer
- = Nachdrückliche Aufforderung einer Frau an einen Mann,
eine sehr unangenehme Tätigkeit (z. B. Müll rausbringen) sofort
zu erledigen.
- dinne
- = drin, innen
- Dinne
- = flacher Kuchen
- Die Dinne mosch dusse esse.
- = Pizza to go
- disell
- = jene Frau dort
- Döbele
- = Vergnügungspark
- Dotsch
- = intelligenzmäßig herausgeforderter Mitbürger
- drufufelupfe
- = auf die Sprünge helfen
- dusse
- = draußen
- ebber
- = jemand
- ehnder mol
- = früher
- ene dure
- = hinüber
- etzgo
- = gleich
- gäckelegääl
- = gelb
- garit
- = gar nicht
- Geltemuler
- = Büttenredner
- Gfriss
- = mieses Gesicht
- Gifthäfele
- = Mehdorn in Erregung
- Glump
- = Schreibtischinhalt eines Ehemannes, von seiner
Ehefrau beschrieben
- Goschehobel
- = Mundharmonika
- Götte
- = Taufpate
- Hä?
- = Wie bitte?
- Ha etz los emol!
- = Also jetzt hör doch mal zu!
- Hagseicher
- = Lehrer
- Halbdubel
- = Mensch mit dem halben Intelligenzquotienten eines
Dementen
- halt
- = So ist es eben.
- Halt d'Gosch!
- = Sei bitte mal ruhig!
- Häs
- = Kleidung,
Sunntighäs = bessere Kleidung
- hebe
- = halten
- Hei etz!
- = Beeil dich bitte!
- heiße
- = anordnen
- Henneschnättere
- = Quasselstrippe
- Henneseckel
- = unsympathischer Mensch
- Herdöpfel
- = Kartoffel
- Hontes
- = schönster und wichtigster Berg der Welt;
auf Altsingemerisch hieß er Hohbiil.
- Hoppla!
- = Entschuldigen Sie bitte!
- ine
- = herein, hinein
- jucke
- = springen,
springe = laufen,
laufe = gehen
- der Karre
- = Automobil
- keie
- = fallen
- Knäusle
- = Anfang und Ende eines Brotes
- Kuehpfladder
- = Stuhlgang der Kuh
- Lällebäbbel
- = Weichei
- La mi go!
- = Lass mich in Ruhe!
- lampe
- = herunterhängen
- Lätsch
- = verzogener Mund
- lisme
- = stricken
- lose
- = zuhören
- lupfe
- = heben
- Mädlefiseler
- = frühreifer Casanova
- Mamme
- = Mutti
- Mögete
- = erwachende Liebe
- Mon!
- = Pass ja auf, gleich setzt's was!
- Mocke
- = Kamelle
- mir mond
- = wir müssen
- näbedusse
- = daneben
- näne
- = nirgends
- Nasebolle
- = Popel
- no
- = dann
- Nu it hudle!
- = Immer mit der Ruhe!
- nuele
- = immerzu arbeiten
- numme
- = nicht mehr
- omeds
- = irgendwo
- one uf d' Ladättere
- = Schlag auf den Kopf
- one uf d' Lafeete
- = Maulschelle
- on lupfe
- = sich volllaufen lassen
- Päpere
- = Trompete
- pfetze
- = kneifen
- Jo Pfiifedeckel!
- = Das könnte dir so passen!
- Pflotsch
- = Schneematsch
- Pflutte
- = nicht ganz schlanke Frau
- pfurre
- = hektisch hin und her rennen
- plärre
- = weinen
- Rossbolle
- = Stuhlgang des Pferds
- Rotzlumpe
- = Taschentuch
- Rumete
- = Aufräumerei
- Rumpfle
- = Falten
- schiifere
- = einen flachen Stein über das Wasser hüpfen lassen
- Schiiß mer i d' Kappe!
- = Ach lass mich doch in Ruhe!
- Schliifere
- = Rutschbahn auf dem Eis
- schlotze
- = lutschen
- Schlotzer
- = Bonbon am Stiel
- Schoofseckel
- = sehr unsympathischer Mensch
- Schübling
- = Bockwurst
- selleweg
- = deshalb
- sellmol
- = damals
- Serbele
- = Bockwürstchen
- Siech
- = Schlitzohr
- ä sottige
- = so eine
- Stegge
- = Treppe
- Suublotere
- = Schweinsblase, besonders als fastnächtliches Schlaginstrument
- Suuludi
- = Dreckschwein
- Tipfleschiißer
- = Korinthenkacker
- Se tond bis se lond.
- = Sie machen, bis sie nicht mehr können.
- triele
- = kleckern
- Triellumpe
- = Serviette
- Trottwa
- = Bürgersteig
- ufe
- = herauf, hinauf
- ume
- = herum
- use
- = heraus, hinaus
- uselampe
- = heraushängen
- verdwitsche
- = entkommen
- vergrote
- = misslingen
- ums Verrecke it
- = auf gar keinen Fall
- verseckle
- = irreführen, (beim Fußball) umdribbeln
- Mir wänd it.
- = Nicht mit uns.
- e weng
- = ein wenig
- e wengele
- = ein ganz klein wenig
- wetze
- = ganz schnell rennen
- wunderfitzig
- = neugierig
- zbled
- = den Anforderungen intellektuell nicht gewachsen, merkbefreit
- Zieschtig
- = Dienstag
- zmol
- = plötzlich
- z' Nüne
- = zweites Frühstück
Klaus Pommerening
(*) Unter Verwendung von: Alemannisch für Anfänger. Gesammelt
von Urban Klingele (Wafrö).